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Nein zur geplanten Schliessung der Ostschweizer Zollämter

22.12.2015

Die beiden kantonalen Gewerbeverbände St. Gallen und Thurgau lehnen zusammen mit der ASTAG Sektion Ostschweiz und Fürstentum Lichtenstein die geplante Schliessung der Zollämter in Romanshorn (TG), Buchs (SG), St. Gallen und Bargen (SH) ab.

Zollämter mit Güterabfertigung sind für die Ostschweizer Wirtschaft für den Import und Export von grosser Bedeutung. Die reibungslose und vor allem auch schnelle Abwicklung des Warenverkehrs ist ein nicht zu unterschätzender Standortvorteil. Die Unternehmen können termingerecht, auf dem direktesten Weg und somit günstig liefern.

Die Randkantone Thurgau und St. Gallen mit ihrem hohen Anteil exportierender Industrie sind als Folge der massiven Währungsverwerfungen bereits heute unter Druck. Mit der Schliessung der Zollämter entsteht den Betrieben zusätzlicher Aufwand   in Form von höheren Transportkosten und Wartezeiten. Für den Oberthurgau wäre die Schliessung in Romanshorn nicht nur wirtschaftlich sondern auch ökologisch und verkehrstechnisch  ein Unsinn. Die Fährverbindung Romanshorn- Friedrichshafen transportiert jährlich rund 8500 Lastwagen und Busse. Wenn die Zollabfertigung nicht mehr in Romanshorn vollzogen werden könnte, würde sich der Güterverkehr auf die bereits heute überlasteten Zollanlagen in St. Margarethen und Kreuzlingen verlagern. Der Fährbetrieb würde ein wichtiges Standbein verlieren, in der gesamten Bodenseeregion gäbe es mehr unproduktiven Umwegverkehr. Der Bodensee hat neben seiner aussergewöhnlichen touristischen Attraktion auch die negative Wirkung einer Barriere, wenn es um den Austausch von Gütern und Dienstleistungen geht. Auf beiden Seitens des Sees befinden sich aber grosse, bedeutende Wirtschaftsräume, die mit örtlichen Zollämtern und einem regelmässigen Fährbetrieb verbunden sein sollten.

Im Kanton St. Gallen würde die Konzentration auf das Zollamt Buchs ebenfalls zu unnötigem Mehrverkehr im St Galler Rheintal und langen Stau- und Abfertigungszeiten führen. Der Verkehr mit Personenwagen wäre dadurch ebenfalls behindert.  Unmittelbar betroffen von der Stilllegung des Zollamtes St. Gallen wäre auch der wichtige Versandhandel.

Mit der Schliessung von Zollämtern wird in der heutigen Zeit ein falsches Signal an den Aussengrenzen unseres Landes gesetzt. Grenzkontrollen einerseits und effiziente Güterabfertigungen anderseits  müssen  sich sinnvollerweise ergänzen. Die Zollämter Buchs, Romanshorn und Bargen sollen weiterhin betrieben werden.

 

Nein zur geplanten Schliessung der Ostschweizer Zollämter