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1 x Nein - 1 x Ja: KGV fasst die Parolen

27.04.2018

Die Präsidentenkonferenz des Kantonalen Gewerbeverbandes St.Gallen (KGV) fasste die Parolen für die nationale Abstimmung und die kantonale Vorlage vom 10. Juni 2018. Regierungsrat Stefan Kölliker gab transparenten Einblick in die Vorlage zum «Joint Medical Master». Einstimmig haben die Gewerblerinnen und Gewerbler die «JA»-Parole zum neuen Lehrgang an der Universität St.Gallen gefasst. Die Podiumsdiskussion zur «Vollgeld-Initiative» mit Dr. Michael Steiner, CEO acrevis Bank AG, und Dr. Reinhold Harringer, Mitinitiant der Initiative, brachte Licht in die komplizierte Vollgeld-Initiative. Die Delegierten entschieden sich deutlich für die «NEIN»-Parole.

Über die «Vollgeldinitiative-Initiative» und die Vorlage zum Joint Medical Master wird am 10. Juni 2018 an der Urne entschieden. Die Präsidentenkonferenz des Kantonalen Gewerbeverbandes St.Gallen (KGV) hat die Parolen gefasst. Die Vollgeldinitiative ist sehr schwer zu verstehen. Die Initianten wollen die Geldschöpfung der Geschäftsbanken verbieten und das zurzeit auf Bargeld beschränkte Monopol der Nationalbank (SNB) auf Buchgelder ausdehnen. Dies soll das Finanzsystem stabiler machen, die faktische Staatsgarantie für Grossbanken beenden und zudem Staat und Haushalten ein einmaliges Geschenk von etwa 300 Milliarden Franken, sowie jährliche Zusatzerträge von 5 bis 10 Milliarden Franken einbringen. Das alles klingt verlockend. Doch sind die Versprechungen der Initianten aus dem Märchenbuch oder realistisch? Dr. Michael Steiner, CEO acrevis Bank AG, und Dr. Reinhold Harringer, Mitinitiant der Initiative, vertraten an der contradiktatorischen Podiumsdiskussion ihre Grundsätze. «Die KMU beziehen heute 89 Prozent des gesamten Geschäftskreditvolumens in der Schweiz. Zieht man hier ohne Grund die Bremse an, dann erschwert man diesen Betrieben, in Innovationen, neue Arbeitsplätze und die Infrastruktur zu investieren – kurz: in ihre Zukunft. Die Vollgeld-Initiative ist nicht durchdacht, sondern teuer und schädlich.», brachte es Dr. Steiner auf den Punkt. Dr. Harringer ist hingegen überzeugt: «Die Investmentbanken experimentieren mit immer risikoreicheren Finanzprodukten und erzeugen dazu übermässig viel Geld. Das übermässig geschöpfte Geld befeuerte Spekulationsblasen bei Immobilien und an den Finanzmärkten. Die geforderten Eigenkapitalerhöhungen für Banken sind zwar sinnvoll, genügen aber bei weitem nicht.» Die Präsidentenkonferenz des Kantonalen Gewerbeverbandes St.Gallen (KGV) fasste deutlich die NEIN-Parole.

 

«JA» zum «Joint Medical Master»

Regierungsrat Stefan Kölliker überzeugte mit seinem Referat über den «Joint Medical Master». Dem Fachkräftemangel muss man mit attraktiven Ausbildungsplätzen und innovativen Bildungsangeboten entgegenwirken: Für die Ausbildung zum «Joint Medical Master» arbeiten das St.Galler Kantonsspital und die Universität St.Gallen zusammen und gehen eine Kooperation mit der Universität Zürich ein. Geplant ist ein gemeinsamer Abschluss, der mit dem Bachelor Studium in Zürich beginnt und mit dem Master-Lehrgang in St.Gallen abgeschlossen wird. Mit dem neuen Angebot soll der Ärztemangel in der Ostschweiz ausgeglichen werden. Das Interesse der Studierenden an der Ausbildung in St.Gallen sei gross. Die Ausbildung zum «Joint Medical Master» in St.Gallen löst Mehraufgaben aus, die dem obligatorischen Finanzreferendum unterstehen. Während der ersten Betriebsphase von 2020 bis 2023 rechnet die Regierung mit Kosten von rund 17 Millionen Franken. Die Ausgaben für den Aufbau des Studienprogramms betragen 9,7 Millionen Franken. Daran leistet der Bund einen Beitrag von 3,6 Millionen Franken. Voraussetzung ist allerdings, dass das St.Galler Stimmvolk dem Vorhaben eines «Joint Medical Master St.Gallen» zustimmt. Die Gewerblerinnen und Gewerbler unterstützen die Vorlage einstimmig und fassten die «JA-Parole».

1 x Nein - 1 x Ja: KGV fasst die Parolen